Geschichte Sachseln


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Der Ursprung von Sachseln kann nicht genau ermittelt werden. Erstmals wird der Name Sachseln im 11. Jahrhundert erwähnt, die erste Urkunde mit dem Namen Sachseln datiert aus dem Jahr 1173.

Die Gegend des Sarnersees war jedoch bereits in der jüngeren Steinzeit (etwa 3000 ? 1800 v. Chr.) und später auch zur Zeit der Römer besiedelt, doch konnten in Sachseln keine Funde aus dieser Zeit gemacht werden. Dagegen gibt es Flurnamen und Ortsbezeichnungen, die keltischen Ursprungs sind. Im 7. + 8. Jahrhundert wanderten die Alemannen in das Sarneraatal ein und besiedelten wohl auch das Gebiet von Sachseln.
Bis zum Beginn dieses Jahrhunderts war Sachseln ein reines Bauerndorf, das sich erst in den vergangenen Jahrzehnten zur heutigen modernen Gemeinde entwickelt hat.

15. August 1997: Grosses Unwetter in Sachseln!
Unmengen von Wasser und Hagel entlud sich am Abend von "Maria Himmelfahrt" über die Sachsler Berge und verwandelten das Dorf innert 30 Minuten in ein Schuttfeld. Die Wassermassen rissen rund 100'000 m3 Felsbrocken, Geröll und Holz ins Tal und zerstörten weite Teile des Gemeindegebietes von Sachseln und dem Melchtal. Alle Bäche traten über die Ufer und verursachten Millionenschäden. Häuser und Hotels mussten evakuiert werden und zahlreiche Geschäfte und Industriebetriebe wurden überflutet. Unzählige Gärten und zahlreiche Heimwesen wurden bis zur Unkenntlichkeit überflutet, ja sogar ganze Strassenabschnitte wurden zerstört. Die dritte grosse Überflutung des Dorfes Sachseln nach 1975 und 1984 überstieg alles bisherige bei weitem. Wie durch ein Wunder starb niemand in den Fluten.


Niklaus von Flüe
Niklaus von Flüe, 1417 - 1487. Der berühmteste Sachsler Bürger. Er wurde in Flüeli-Ranft als Sohn eines Ratsherren geboren. Er war Bauer, Politiker, Richter und Offizier. Im Jahr 1467 verliess er seine Familie und zog sich als Einsiedler in die Ranftschlucht zurück, um fortan sein Leben ganz der Lobpreisung Gottes zu widmen. Als Bruder Klaus lebte er dort nach ein Heilger Überlieferung bis zu seinem Tod ohne Essen und Trinken, nur Gott und den Menschen hingegeben.

1481 konnte durch seinen weisen Rat an der Tagsatzung in Stans der Friede im noch jungen Bund der Eidgenossenschaft gerettet werden, wodurch sich die Schweiz in ihrer heutigen Form entwickeln konnte. Bereits zu Lebzeiten wurde Bruder Klaus hoch verehrt. 1947 wurde er von der katholischen Kirche heilig gesprochen. Sein Grab befindet sich in der Pfarrkirche Sachseln. Es wird, gleich wie seine Wirkungsstätten in Flüeli-Ranft, jährlich von Pilgern aus aller Welt besucht.