Geschichte Kerns


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Funde sowie viele Orts-, Fluss- und Bergnamen weisen auf keltischen oder romanischen Ursprung hin. Aus den einzelnen, verstreuten Bauernhöfen ging viel später das Dorf hervor, welches hauptsächlich von Handwerkern bewohnt wurde.

Jahrhundertelang erlebten viele Kernser Kriegsruhm als Reisläufer in fremden Diensten. Die letzte grosse Auswanderungswelle war zwischen 1825 und 1884.

Bereits im Jahre 1036 tauchte der Name Kerns in einer Urkunde auf, in welcher der lenzburgische Grundbesitz in der Zentralschweiz verzeichnet ist. Der Name Kerns kann aber nicht eindeutig erklärt werden. Verschieden alte Schreibweisen sind: um 1036 Chernz, um 1050 Chernes, um 1150 Cherns, um 1173 Chernis und Chernen. Früher leitete man den Namen bald vom lateinischen Ceres (Göttin des Ackers- und Getreidebaues), bald von einem alten Rittergeschlecht Quermus, das einst Herr des Ortes gewesen sein soll, bald von Kernen (Korn) ab. An diese Deutung knüpft offensichtlich das Wappen an. Eine damit verwandte, etwas jüngere Erklärung sieht im Namen Kerns das Althochdeutsch «quirn» sowie das alemannische «chern», welches Mühle bedeutet.

Das Wappen scheint erst um die Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden zu sein.
Es zeigt im blauen Feld drei gelbe Korngarben, die beiden unteren schräg nach aussen geneigt. Weil es an die volkstümliche Erklärung des Namens Kerns anknüpft, ist es ein sogenanntes sprechendes Wappen. Wir wissen, dass es am 1768 geweihten verbrannten Hochalter angebracht war. Seither finden wir es auf dem Bild vom Kirchenbrand im Chor der Kirche, auf dem Harsthorn von 1827 und auf Fahnen.